Sturm auf die Bastille

Sturm auf die Bastille
Prise de la Bastille
von: Jean-Pierre Houël
Lizenz: Public domain
Original: Hier

Die Bastille war ursprünglich eine mächtige Festung in Paris, die später als Gefängnis genutzt wurde, in dem politische Gegner des König einsaßen. Sie galt als Symbol der königlichen Alleinherrschaft: des Absolutismus. Das Volk von Paris hatte aufgrund der hohen Brotpreise kaum etwas zu essen und war in seiner Existenz bedroht. Doch es setzte große Hoffnung in das Treffen der Generalstände, bei dem über eine andere Verteilung der Steuern diskutiert werden sollte. Rund um Paris waren bereits Zollhäuser in Brand gesetzt worden, in der Erwartung, dass sich die Waren in der Stadt verbilligten, wenn keine Steuern darauf erhoben würden. Nachdem König Ludwig XVI die Forderungen der dritten Standes nach mehr Mitbestimmung jedoch abgelehnt hatte und sich in Paris herum sprach, dass er Soldaten schicken wollte um die Bevölkerung und die Nationalversammlung einzuschüchtern, bahnte sich der Zorn der kleinen Leute seinen Weg. Geschäfte wurden geplündert und Waffenlager ausgeraubt. Am 14. Juli 1789 stürmt die Menge die "Bastille" und befreit unter hohen Verlusten die Gefangenen: Vier Urkundenfälscher, zwei Geisteskranke und vermutlich den adligen Marquis de Sade. Obwohl die militärische Bedeutung des Sieges über die aus alten und gebrechlichen Männern bestehende Wachmannschaft gering war, wirkte diese Aktion wie ein Signal. In ganz Frankreich wurden daraufhin Schlösser und Gutshäuser erstürmt. Sehr viele Menschen kamen dabei ums Leben.


Aufgabe: Ordne die folgenden Satzstücke zu einem Text, der die oben aufgeführten Vorkommnisse zusammenfasst.

Das Volk hungerte sehr stark. Besserung erhoffte es sich durch die Generalstände. Der König drohte jedoch mit Soldaten. Jetzt war die Wut gegen ihn nicht mehr zu bremsen. Die aufgebrachte Menge erstürmte die Bastille. Der aufgestaute Zorn entlud sich im ganzen Land.